Massagen

Das Einsetzen von Massagen zur Heilung wurde bereits in den indischen Gesundheitslehren der Ayurveda beschrieben. Hierzu wurden spezielle Öle und Kräuter verwendet. Ziel war es bereits damals, das aus dem Gleichgewicht geratene Yin- und Yang Prinzip wieder aus zu gleichen. Der griechische Arzt Hippokrates (460–375 v. Chr.) brachte die Massage letztendlich nach Europa, wobei sie hier eine wichtige Funktion bei der Rehabilitation der Gladiatoren im Römischen Reich hatte. Hippokrates forscht über die Wirksamkeit und den Techniken der Massage und schreibt seine Ergebnisse und Empfehlungen zur Anwendung auf. Der Grieche Galenos (129–199), nimmt sich Jahre später ebenfalls der manuellen Therapie an. Er entwirft Massagetechniken und ordnet dies Krankheiten zu, bei welchen sie zum Einsatz kommen sollten. Diese Erkenntnisse gehen weit ins Mittelalter hinein. Trotzdem verliert Europa im Laufe der Zeit das Interesse an Massagen und anderen Präventions- und Therapiemaßnahmen.

Erst im 16. Jahrhundert, wurde die Massage durch den Arzt Paracelsus (1493–1541) wieder Thema der Medizin. Doch er lehnte die Lehren von Galenos ab, besonders dessen Viersäftelehre. Erst dem Franzosen Ambroise Paré (1510–1590) gelang es, die Massage in der modernen Medizin zu etablieren. Für ihn waren Massagen ein wichtiger therapeutischer Bestandteil, besonders nach Operationen.

Es gibt eine Vielzahl von Massagetechniken mit ganz unterschiedlichen Wirkungsweisen. Im
folgenden sind die wichtigsten dieser Wirkungsweisen genannt:

  • Lokale Steigerung der Durchblutung
  • Senkung von Blutdruck und Pulsfrequenz
  • Entspannung der Muskulatur
  • Lösen von Verklebungen und Narben
  • Verbesserte Wundheilung
  • Schmerzlinderung
  • Einwirken auf innere Organe über Reflexbögen
  • Psychische Entspannung
  • Reduktion von Stress
  • Verbesserung des Zellstoffwechsels im Gewebe
  • Entspannung von Haut und Bindegewebe
  • Beeinflussung des vegetativen Nervensystems