Fasten

Der Gedanke der Entgiftung und Entschlackung  steht für viele Anhänger des Fastens und der alternativen Medizin im Vordergrund. Es sollen vor allem der Darm und das Bindegewebe gereinigt werden, wo oft Schadstoffe (=Schlacken) gespeichert werden, die die Abwehr schwächen und schließlich zu Erkrankungen wie Diabetes oder Gicht führen. Andererseits haben neuere Forschungen ergeben, das Fasten die Lebensdauer durch die Kalorienreduktion verlängern kann.

Aber auch der Erfahrungsbericht ist wichtig: Viele Personen, die eine Fastenkur erfolgreich durchgeführt haben, berichten übereinstimmend über ein angenehmes, frisches Gefühl, das sich anfühlt wie eine Reinigung von Körper und Seele. Und häufig werden chronische Erkrankungen der Haut und des Magen-Darm Traktes besser.

Viele chronische Gesundheitsprobleme lassen sich ebenfalls durch einen lange vernachlässigten Darm erklären. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schlafstörungen und morgendliche Anlaufschwierigkeiten
  • Lustlosigkeit
  • Chronische Müdigkeit
  • Nervosität, Gereiztheit
  • Zungenbelag und Mundgeruch
  • Unangenehme Körperausdünstungen
  • Rücken- und Kreuzschmerzen, Gelenkschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Atemnot, Herzbeschwerden, Gefäßverengung
  • Leistungsabfall
  • Depressionen
  • Vergesslichkeit
  • Allergien, Neurodermitis, Schuppenflechte

Fasten und Psyche

Während des freiwilligen Fastens steigt die Ausschüttung des "Glückshormons" Endorphin. Deswegen kommt es zu einer erheblichen Stimmungsveränderung: Bei vielen Patienten steigen Selbstwertgefühl und Tatendrang. Innere Ruhe und psychische Ausgeglichenheit können sich einstellen. „Fasten aktiviert das so genannte Netzwerk der Psychoneuroendokrinologie," sagt Dr. Artur Wölfel. Das heißt: Zentralnervensystem und Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig. Die positive Stimmung führt zum Anstieg der für die Immunabwehr wichtigen körpereigenen Cortisonproduktion.

ACHTUNG jedoch:
Das Heilfasten ist kein Allheilmittel bei ernsthaften und bereits weit fortgeschrittenen Erkrankungen. Der Weg zum Arzt sollte hier an erster Stelle stehen. Möglicherweise kann jedoch das Heilfasten eine begleitende Therapiemaßnahme darstellen. Das solltest am besten mit einem Arzt oder Heilpraktiker/In besprochen werden.